Kovač zu Bayern: Wie geht es weiter mit Eintracht Frankfurt?

Am 13.04.2018 veröffentlicht

Niko Kovač wird neuer Trainer beim FC Bayern München. Die wochenlange Suche nach einem Coach ist beendet. Doch wie geht es jetzt weiter mit Eintracht Frankfurt?

Noch einen Schluck Wasser und dann beginnt sie: Die wohl schwierigste Pressekonfrenz für Niko Kovač als Eintracht-Trainer. Der 46-Jährige versucht das Unverständnis auszuräumen und beteuert, dass der Kontakt zum FC Bayern erst seit gestern zustande gekommen sei.

Mit dem beschlossenen Abschied von Noch-Trainer Kovač geht auch die Gerüchteküche um dessen Nachfolger in die erste Runde. Hochgehandelt werden besonders Ex-Schalke-Trainer Markus Weinzierl und Roger Schmidt, der in Japan gearbeitet hat und vorher Bayer Leverkusen gecoachte. Eintracht Frankfurt möchte sich zwar schnell entscheiden, doch erst einmal müssen sich wohl die Verantwortlichen vom Schock und der Enttäuschung erholen.

Zwei Jahre Niko Kovač bei der SGE

In Frankfurt arbeitet Kovač seit dem 8. März 2016 für die Adler – und das mit großem Erfolg. Zunächtst führte er die Eintracht in zwei Relegationsspielen gegen 1. FC Nürnberg zum Klassenerhalt in der ersten Fußball-Bundesliga. In den letzten zwei Jahren formte er aus einem Abstiegskandidaten eine Champions-League-Anwärter. In diesem Jahr könnte er sogar mit Eintracht Frankfurt das DFB-Pokalfinale erreichen. Möglicher Gegner dort: Der FC Bayern München.

Das spricht für einen Wechsel von Kovač

Zunächst scheiterte der Versuch, den 72 Jahre alten Jupp Heynckes zum Weitermachen zu überreden. Vor drei Wochen hat Ex-Dortmund-Trainer Thomas Tuchel den Bayern auch abgesagt. Im Vergleich zu weiteren Kandidaten wie Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) oder Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) spricht einiges für den Kroaten: Der Frankfurter Noch-Trainer ist verfügbar, weil nach einem Bericht des "Kicker" in seinem noch bis 2019 laufenden Vertrags mit der Eintracht eine Ausstiegsklausel für den Wechsel nach München verankert ist. Kovač kennt die Bayern sehr gut, war selbst von 2001 bis 2003 als Spieler unter Vertrag. Außerdem ist er international erfahren, da er im Jahr 2014 die kroatische Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft führte.

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