Fiese Kriebelmücke: Diese schmerzhaften Bisse plagen viele Hessen

Am 04.08.2020 veröffentlicht

Diese Mücke sticht nicht, sie beißt – und diese Bisse können äußerst schmerzhaft sein und sogar Blutvergiftungen auslösen: Die unangenehme Begegnung mit einer Kriebelmücke hat auch Andrea Stürmer aus Kassel erlebt. Konstantin Müller und Pascal Wede berichten im Video über Andreas Erfahrung und wie man den fiesen Insekten zu Leibe rückt.

Im Gegensatz zur gemeinen Mücke nähert sich die Kriebelmücke ihrem Opfer geräuschlos. Und statt zu stechen, beißt das nur etwa zwei bis sechs Millimeter große Insekt zu. Die Kriebelmücke hat eine blaugraue bis schwarze Farbe und erinnert an eine Fliege. Verantwortlich für die Schwellungen und den Juckreiz ist ihr giftiger Speichel.

Während die männlichen Kriebelmücken harmlos sind und sich ausschließlich von Pflanzen ernähren, ritzen die weiblichen Kriebelmücken mit ihrem säbelzahnartigen Mundwerkzeug weiche Hautstellen an. Das austretende Blut saugen die Insekten dann auf und injizieren ihrerseits ein Speicheldrüsensekret in die Wunde. Dieses hemmt zum einen die Blutgerinnung, zum anderen wirkt es schmerzbetäubend, sodass der Biss meist gar nicht bemerkt wird. Unser Körper schüttet nach einem Biss - ähnlich wie bei einer Allergie - Histamine aus, die eine Entzündungsreaktion verursachen. Die Folge: Die Haut um den Stich schwillt an.

Was tun bei einem Kriebelmücken-Biss? 

Im Normalfall ist es ausreichend, die betroffene Körperstelle z.B. mit einem Kühlpad oder einer Creme zu kühlen und die Stelle zu schonen. Eine Desinfektion der Körperpartie kann zusätzlich hilfreich sein. Wichtig ist, den Stich nicht aufzukratzen, damit beugen Sie Infektionen vor.

Wenn die Schwellung allerdings nach 3-4 Tagen nicht abgeklungen ist oder sich gar noch vergrößert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn wenn die Beißwerkzeuge der Kriebelmücken Bakterien enthalten, können sich die Beißwunden entzünden und extrem anschwellen. Es können Begleiterscheinungen wie Fieber auftreten. Schlimmstenfalls kann es zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung kommen. In diesem Fall verschreibt Ihnen der Arzt ein Antibiotikum.

Wie kann ich mich vor Kriebelmücken schützen?

Wie andere Mückenarten auch sind Kriebelmücken nachtaktiv. Sie fühlen sich besonders in feucht-warmem Klima wohl und bevorzugen Feuchtgebiete und Wiesen. Vor allem in der Dämmerung und am Abend sollten Sie sich hier mit heller, langer Kleidung schützen. Nicht bedeckte Hautstellen sollten Sie mit Insektenschutzmitteln einsprühen. In Wohnungen oder Häuser dringt die Kriebelmücke jedoch in der Regel nicht ein.

Wildtiere sind die ursprünglichen Opfer

Eigentlich suchen sich Kriebelmücken Wild- und Weidetiere wie Rehe, Kühe und Pferde für ihre Attacken aus. Biologen vermuten, dass immer mehr Menschen von Kriebelmücken gestochen werden, weil der Wild- und Weidetierbestand in Deutschland im Laufe der letzten Jahre stetig zurückgegangen ist.

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