Künstlicher Mitschüler: Marburger Schüler lernen mit Roboter

Am 03.05.2018 veröffentlicht

Die Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule in Marburg haben einen ganz besonderen Mitschüler: Nao ist gerade mal 50 cm groß, kann aber schon laufen und sprechen. Durch den Roboter Nao sollen die Schüler Künstliche Intelligenz näher kennenlernen.

Professor Jürgen Handke und seine Kollegen von der Philipps-Universität Marburg bieten mit dem sogenannten "Robotikum" eine Art Praktikum an, bei dem Schüler ab der neunten Klasse mit Lernrobotern Dialoge, Bewegungen, Bilderfassung und Emotionen entwickeln und ausprobieren können. Jeweils drei Tage lang besucht der Roboter Nao dazu die einzelnen Klassen. 

Mensch-Maschinen-Kommunikation

Professor Handke ist Sprachwissenschaftler und beschäftigt sich mit Computerlinguistik, also der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Computer - also auch die Roboter - müssen den Dialog mit dem Menschen nach und nach erlernen: zum Beispiel solche Dinge wie Metaphern oder Sprichwörter. Genau das wollen die Forscher den Schülern im Robotikum näher bringen.

Informatik soll Spaß machen

Damit die Schüler Informatik nicht nur als trockene Fachrichtung wahrnehmen, sollen sie mit den Robotern in Interaktion treten. So soll den Schülern das algorithmische Denken näher gebracht werden. Am Ende lernen also Roboter und Schüler gemeinsam.

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