Programm für Bäder: Millionen fürs Schwimmen

Am 24.05.2019 veröffentlicht

Viele Schwimmbäder drohen hessenweit geschlossen zu werden, weil die Becken oder Hallen marode sind. Nun will das Land Millionen in die Bäder investieren. Zu spät und zu wenig, sagen Kritiker.

Die Nachfrage nach dem Investitionsprogramm des Landes zum Erhalt von Frei- und Hallenbädern ist groß. Für mehr als 100 Bäder seien von den Kommunen bereits Fördermittel beantragt worden, sagte Sportminister Peter Beuth am Freitag in Lampertheim. Dort hat er einen ersten Bescheid über eine Millionen Euro übergeben. Damit soll das Hallenbad modernisiert werden.

Für 77 dieser Projekte soll es bereits in diesem Jahr Geld geben. Bis 2023 sollen insgesamt 50 Millionen Euro ausgegeben werden. Es sei sehr wichtig, dass Kinder und Erwachsene in Hessen schwimmen können, erklärte der Minister. "Dafür müssen sie aber auch möglichst überall schwimmen können, das gilt explizit auch für den ländlichen Raum."Es dürfe kein Bädersterben geben, sagte der Minister.

Zu wenig - und zu spät

Kritik kommt unter anderem vom Landessportbund. Das Förderprogramm sei zu spät gekommen. „Bei allem Respekt für den Einsatz des Landes Hessen müssen wir deshalb konstatieren, dass die Brisanz der Situation über Jahre verkannt wurde", kritisierte der Präsident des Sportbundes Rolf Müller. Die angekündigten 50 Millionen Euro könnten nur ein Anfang sein, mahnte der Sportbund.

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