Arzttermin-Horror: Hat das Warten bald ein Ende?

Schon seit Ewigkeiten ist es ein Aufregerthema: Überfüllte Wartezimmer und monatelange Wartezeiten für Kassenpatienten, die einen Termin bei einem Facharzt möchten. Ein neues Gesetz, das der Bundestag am Donnerstag beschlossen hat, soll jetzt Abhilfe schaffen. Durch das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sollen Patienten schneller Arzttermine bekommen und außerdem sollen die Leistungen der Krankenkasse und die Versorgung verbessert werden.

Im Einzelnen heißt das, dass ein 24-Stunden-Telefonservice zukünftig Facharzttermine vermittelt, mit der Zusicherung auf einen Termin innerhalb von vier Wochen. In Akutfällen werden Patienten auch während der Sprechstundenzeiten an Arztpraxen, Notfallambulanzen oder an Krankenhäuser vermittelt. Außerdem müssen Ärzte mindestens 25 Wochenstunden für gesetzliche Versicherte anbieten. Auch mehr offene Sprechstunden ohne Terminpflicht sollen angeboten werden. 

Im Gegenzug für diese Zusatzangebote werden Ärzte besser vergütet. Rund 800 Millionen Euro soll das Ganze jährlich kosten. Jedoch müssen diese Kosten wahrscheinlich größtenteils die Kassenpatienten selbst tragen. Nicht ganz gerecht, findet auch Karl Lauterbach, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD: "Alle müssten bezahlen, auch diejenigen, die Gutverdiener sind, die Beamte sind und ein hohes Einkommen haben." 

Mehr Infos zur Debatte zum Terminservice- und Versorgungsgesetz hat Phillip Hinken im Video.

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