Die Bauarbeiten in Lich mussten einige Zeit ruhen. Foto: RTL Hessen

Gericht hat entschieden: Logistikzentrum kann kommen

Der Weg für ein neues Logistikzentrum in Lich ist frei. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel erteilte damit dem geplanten Bürgerbegehren "Langsdorfer Höhe" gegen den Bau des Zentrums eine Absage und gab einer Beschwerde der Stadt Lich statt.

Die Gegner des geplanten Logistikzentrums zeigten sich am Donnerstag enttäuscht von der Entscheidung. "Die Richter in Kassel haben das vorherige Urteil der Gießener Verwaltungsrichter komplett ignoriert", sagte Burkhard Neumann, Sprecher des Vereins "Bürger für ein lebenswertes Lich" der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gegner des Logistikzentrums für einen Online-Händler befürchten Umwelt- und Verkehrsbelastungen. Die Stadt Lich erhofft sich dadurch neue Arbeitsplätze und Einnahmen. Anfang November hatten Gießener Verwaltungsrichter entschieden, dass die Planungen für das Zentrum vorerst ruhen müssen. Das Gericht hielt den Kaufvertrag für das Areal, auf dem dieses entstehen soll, wegen eines Formfehlers für "schwebend unwirksam" und ein Bürgerbegehren nicht für "offensichtlich aussichtslos".

Bürgermeister bedroht

Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten wurde der Bürgermeister der Stadt Lich Bernd Klein von Unbekannten bedroht. Diese hatten einen Brief an seine Privatadresse geschickt, wie der SPD-Politiker im RTL-Interview erklärte.

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