20 Hektar Fläche betroffen: "Rußrindenkrankheit" befällt Tausende Bäume

Am 19.02.2019 veröffentlicht

Die sogenannte "Rußrindenkrankheit" macht aktuell hessischen Ahornbäumen zu schaffen. Die durch einen Pilz ausgelöste Krankheit führt über Jahre langsam zum Baumtod. Bei Menschen verursachen die Sporen schwere Atemwegsprobleme. Daher wurde vor zwei Wochen der Offenbacher Schlosspark Rumpenheim vorsorglich gesperrt. In einem Wald bei Lich im Landkreis Gießen müssen jetzt sogar mehr als 30.000 Bäume gefällt werden.

Infolge der Erkrankung reift unter der Rindenoberfläche ein schwarzes Geflecht heran, Rindenrisse und abblätternde Rindenstücke legen im weiteren Verlauf die Sicht auf die schwarzen Pilzsporen frei. Der Eindruck entsteht, der Baum wäre mit Ruß überzogen, daher der Name "Rußrindenkrankheit".

Warmes Klima begünstigt die Verbreitung

Der extrem heiße und trockene Sommer im vergangenen Jahr hat die Ausbreitung der Krankheit begünstigt. Durch den Wassermangel sind die Ahornbäume geschwächt und anfälliger für die Pilzinfektion. Mit ausreichender Bewässerung könnte der Rußrindenkrankheit vorgebeugt werden. Ist es allerdings schon zu spät – wie etwa in Lich oder Offenbach – dann hilft lediglich das Fällen und damit die Entfernung der befallenen Bäume.

Der südwestlich bei Lich entstandene Schaden geht in die Hunderttausende. Die Forstunternehmen haben jetzt alle Hände voll zu tun, um die Baum-Krankheit bestmöglich einzudämmen.

Unser Reporter Benjamin Holler war vor Ort und hat sich die Baumkrankheit aus nächster Nähe angesehen.

Empfohlene Kanäle