Nach dem Luxus-Skandal: Ehemalige Bischofswohnung wird Museum

Am 11.04.2019 veröffentlicht

Es war der Skandal im Bistum Limburg - die Luxuswohnung, die sich der ehemalige Protz-Bischof Tebartz-van Elst als Dienstwohnung neben den Dom hat bauen lassen. Sechs Jahre ist das jetzt her und in der Zwischenzeit wurde die sündhaft teure Wohnung zu einem Museum umgestaltet. Ab dem 17. April ist die Wohnung als erweiterter Teil des Diözesanmuseums für Besucher zugänglich. 

Neben Wohnzimmer, Küche, Arbeitszimmer, Schlafzimmer, begehbaren Kleiderschrank, Archivraum, Fitnessraum, einem weiteren Zimmer und Gäste-WC sorgte vor allem das Protzbad für Aufsehen. Dieses glänzt nämlich mit einer freistehenden Badewanne und Regenwalddusche für 30.000 Euro. Die Protz-Wanne steht bis jetzt noch. "Baden wird dort aber niemand", sagt Museumsleiter Prof. Matthias Kloft. Wo früher Wohnzimmer, Küche und Büro geplant waren, ist jetzt ein Ausstellungsraum, der die Geschichte des Bistums widmet. 

Der Fall des Protz-Bischof

2008 übernimmt Franz-Peter Tebartz-van Elst das Amt des Bischofs. Im Mai 2010 startet der Bau des neuen Bischofshauses. Die Kosten dafür wurden auf sechs Millionen Euro geplant. Auch in den Plänen enthalten ist eine Drei-Zimmerwohnung für den Bischof. Dieser beantragt jedoch allerlei Sonderwünsche, wie zum Beispiel eine 283 qm Luxus-Dienstwohnung, die die Kosten auf 31,5 Millionen Euro steigen lässt. 

Eine nachträgliche Untersuchung ergab, dass Tebartz-van Elst die Vorschriften zur Verwendung von Kirchenvermögen umgangen hat und so die Öffentlichkeit belog. Daraufhin legte er sein Amt nieder und das Bistum Limburg blieb nicht nur auf den Kosten für das Haus sitzen, sondern muss dem Skandal-Bischof auch noch monatlich 5.500 Euro Ruhestandsgeld zahlen.

Wie die zu einem Museum umgebaute Luxuswohnung jetzt aussieht, erfahren sie im Videobeitrag von Luisa Vollmert, die vor der Eröffnung schon einen exklusiven Einblick bekommen hat.

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