Landgericht Limburg: Angeklagte sagen im Kinderporno-Prozess aus

Am 22.08.2018 veröffentlicht

Es war eines der größten Erfolge im Kampf gegen die Kinderpornographie. Im Juni 2017 wurde die Plattform Elysium von Ermittlern des Bundeskriminalamts und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hochgenommen wurde. 111.000 Nutzer konnten weltweit auf Fotos und Videos schwersten sexuellen Kindesmissbrauchs zugreifen. Nun stehen die Angeklagten vor Gericht.

Die Männer sollen zur Führungsriege der Kinderpornografie-Plattform 'Elysium' gehören. Vor Gericht räumen sie die Vorwürfe zwar teils ein, aber angeblich ging es ihnen nicht um die Fotos und Videos. Ein 40-Jähriger aus dem hessischen Kreis Limburg-Weilburg räumte am Mittwoch ein, dass er die Technik für die Webseite zur Verfügung gestellt hat. Allerdings habe er das nur getan, um Daten über die Szene zu sammeln und diese später der Polizei zu übergeben und bei der Aufklärung zu helfen.

Ein weiterer Angeklagter aus dem Main-Tauber-Kreis (Baden-Württemberg) gestand, Kinderpornos besessen und bei Elysium Chats betreut zu haben. Er habe mitgemacht, weil er "nicht nein sagen könne". Die Inhalte hätten ihm eigentlich nicht gefallen. Außerdem wurde ein 58-Jähriger aus dem Kreis Tübingen in Baden-Württemberg sowie ein 62-Jähriger aus Bayern angeklagt. Der aus dem Landsberg bei Lech kommende 62-Jährige soll zudem Kinder missbraucht und davon Aufnahmen angefertigt haben. Der Prozess wird fortgesetzt. Dann werden auch die Aussagen der anderen Angeklagten erwartet.

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