Opfer der Lkw-Attacke in Limburg: "Der hatte nicht die Absicht anzuhalten"

Am 09.10.2019 veröffentlicht

Dieser Mann hat viel Glück gehabt: Klaus Diefenbach steht am Montag mit seinem Auto an der Ampel vor dem Limburger Landgericht. Plötzlich kommt von hinten ein Laster, der in die wartenden Autos rast - auch in sein eigenes. Neun Menschen wurden bei diesem Vorfall verletzt. Der 63-jährige kommt mit einem Schock davon, doch der sitzt noch immer tief. Unserem Kollegen Rafael Fleischmann hat er die Erlebnisse geschildert.

Ein anderes Auto habe seines beiseitegedrückt, erinnert sich Diefenbach. Er sei zunächst sitzen geblieben. "Erstmal abwarten, ob da noch etwas kommt, weil das so ein Geschiebe war." Aus seiner Schockstarre löste er sich erst, als sein Wagen zu qualmen begann. Diefenbach arbeitete sich über die Beifahrertür nach draußen - unverletzt. Klaus Diefenbach hat Glück gehabt, ebenso wie die anderen Fahrer an diesem Tag. Über das Motiv des mutmaßlichen Täters ist bislang noch nicht bekannt.

Polizei bietet Hilfe für Opfer an

Die hessische Polizei bietet im Zusammenhang mit dem Vorfall in Limburg Hilfe für Opfer an. Das Angebot soll sowohl den unmittelbar betroffenen Personen, als auch Augenzeugen des Vorfalls bei der psychischen Verarbeitung unter die Arme greifen. Hilfsbdürftige können sich an folgende Nummern oder Mailadressen wenden:

Hessisches Landeskriminalamt Zentralstelle für Kriminal- und Verkehrsprävention
Telefon: 0611 - 83 133 00
opferschutz.hlka@polizei.hessen.de

Opferhilfe Limburg-Weilburg e.V.
Telefon: 06431 - 45 0 45
Kontakt@opferhilfe-limburg-weilburg.de

 

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