Nach Angaben der Angeklagten soll das Kind bereits tot zur Welt gekommen sein. Foto: Archiv

Totes Baby gefunden: Mutter in Limburg freigesprochen

Beim Aufräumen eines Kellers im mittelhessischen Runkel wurde im Frühjahr 2018 die verweste Leiche eines Babys gefunden. Der Mutter wurde versuchte Kindstötung vorgeworfen. Am Montag wurde sie vor dem Landgericht Limburg freigesprochen. Die Angeklagte hat am Montag ausgesagt, dass der Säugling bereits tot zur Welt kam, das teilte das Gericht der Deutschen Presseagentur mit. Diese Aussage habe nicht wiederlegt werden können.

Der heute 34-Jährigen wurde vorgeworfen, die Schwangerschaft zunächst verheimlicht zu haben und bei der anschließenden Wassergeburt den TodKindes zumindest billigend in Kauf genommen zu haben. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass das im Oktober 2015 geborene Kind bereits tot war.

Die Schwurgerichtskammer stellte demnach zudem fest, dass die Frau zum Zeitpunkt ihrer Vernehmung, bei der sie eine mehrdeutige Aussage gemacht habe, gar nicht vernehmungsfähig gewesen sei. Grund dafür war, dass sie vor der Vernehmung ein bewusstseinsbeeinträchtigendes Medikament eingenommen hatte.

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