Studiogespräch zu "Combat 18": "Verbot ist überfällig"

Am 23.01.2020 veröffentlicht

Linken-Politiker Hermann Schaus forderte seit Jahren ein Combat 18-Verbot. Im Gespräch mit ntv-Moderator Christoph Teuner spricht er über die Neonazi-Szene in Nordhessen.

Das Verbot der rechtsextremen Gruppe "Combat 18" ist im Landtag auf große Zustimmung gestoßen."Es ist kaum zu verstehen, warum C18 nicht schon im Jahr 2000 zusammen mit Blood and Honour verboten wurde", sagte Janine Wissler von den Linken.

"Dass es sich bei Combat 18 um eine Gruppe von militanten Neonazis handelt, die vor Gewalt und Terror nicht zurückschrecken, ist keine neue Erkenntnis", erklärte der der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Günter Rudolph. Mit dem Verbot sei eine Forderung der Sozialdemokraten aus dem vergangenen Sommer erfüllt worden.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Stefan Müller, teilte mit: "Es war höchste Zeit, 'Combat 18' zu verbieten." Das Problem sei damit aber nicht gelöst, vielmehr müsse der Verfolgungsdruck weiter aufrechterhalten werden.

Der hessische AfD-Landessprecher Robert Lambrou erklärte, seine Partei begrüße den Schritt, das "Netzwerk nun endlich zu verbieten". Eine Gruppierung, die sich 'Kampfgruppe Adolf Hitler' nenne, offenbare schon durch ihren Namen ihre Gesinnung.

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