Probleme für die Feuerwehr: Akkus von Elektro-Autos lassen sich schwer löschen

Am 20.02.2019 veröffentlicht

Derzeit sind knapp 390.000 E- und Hybrid-Autos auf deutschen Straßen gemeldet. Mit der Weiterentwicklung alternativer Antriebe wird diese Zahl in den kommenden Jahren sicherlich noch weiter ansteigen. Besonders die Feuerwehren stellt das vor ungeahnte Schwierigkeiten, da die Akkus der Autos nur schwer zu löschen sind.

Laut Brandschutzexperte Andreas Ruhs handelt es sich hier für die Feuerwehr um eine echte Zukunftsaufgabe. Das Problem liegt darin, dass sich brennende Lithium-Ionen-Akkus immer wieder erneut entzünden. Die Akkus bestehen aus einer Vielzahl einzelner Batteriezellen, sobald eine beschädigt wird, entsteht eine Art Kettenreaktion. Brennende Elektroautos müssen also bestenfalls über einen langen Zeitraum hinweg gekühlt werden. Beispielsweise mit einem Wasserbad.

Abhilfe könnten spezielle Schulungen helfen, um Helfern der Feuerwehr das nötige Know-How zu verpassen. Einheitliche Standards und bessere Rettungstechniken werden also künftig von Nöten sein, damit die elektromobile Zukunft nicht zum Problemfall wird. So könnte die Automobilindustrie beispielsweise Notschalter an den immergleichen Plätzen in den Autos installieren.

Unser Reporter Michael van Alst hat sich schlau gemacht und mit Brandexperten über die möglichen Probleme bei den Löscharbeiten gesprochen.

Empfohlene Kanäle