Lübcke-Prozess: Ernst von Ex-Verteidiger Waldschmidt zur Falschaussage gedrängt?

Am 03.11.2020 veröffentlicht

In Frankfurt wurde der Prozess gegen Stephan Ernst, den Hauptverdächtigen im Mordfall Walter Lübcke, fortgesetzt. Ins Zentrum der Aufmerksamkeit sind zwei seiner einstigen Pflichtverteidiger gerückt und die Frage, wie diese möglicherweise Ernsts Aussagen beeinflusst haben. Einer von ihnen hat heute vor dem Oberlandesgericht ausgesagt. Rafael Fleischmann und Bella Christophel berichten.

Ernsts erster Anwalt, Dirk Waldschmidt, soll ihm angeblich finanzielle Hilfe zugesagt haben, dafür sollte er seinen Mitangeklagten Markus H. aus dem Mord an Walter Lübcke heraushalten.

Waldschmidt gilt als "Anwalt der Rechtsextremen"

Dirk Waldschmidt gehörte lange zu den führenden Aktivisten der hessischen NPD. Ernst und er waren beide in der hessichen NPD engagiert. Der Mittelhesse ist so etwas wie der "Anwalt der rechtsextremistischen Bewegung".

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