5000 Tonnen Magnesium: Kalk macht Wälder fit

Am 21.03.2019 veröffentlicht

Ein Waldboden sollte gekalkt werden, wenn eine sehr starke Versauerung im Wurzelraum des Mineralbodens gegeben ist und wenn dort die Basensättigung unter 20 Prozent gesunken ist. Das ist in Biedebach, einem Ortsteil von Ludwigsau im Kreis Hersfeld-Rotenburg der Fall.

Riesige Staubwolken aus Kalk verteilt Pilot David Wolf im Minutentakt seit Wochen über dem Wald bei Bad Hersfeld. Insgesamt 5000 Tonnen Magnesiumkalk landen dabei auf 1700 Hektar Wald. Das sind über 2000 Fußballfelder. Der Kalk soll den Boden und die Bäume wieder fit machen. Der Kalk bewirkt, dass der pH-Wert im Boden wieder angehoben wird, und dass die dort lebenden Mikroorganismen, wie Regenwürmer und Kleinstlebewesen, die für die Bodenfruchtbarkeit eine positive Auswirkung haben, bessere Lebensbedingungen vorfinden.

Ungefährlicher Kalkregen

Generell ist der Kalk für Menschen und Tiere ungefährlich. Für den sauren Boden wirkt er wie eine Kur. Denn der saure Regen ist die Folge des Eintrags von Luftschadstoffen, aus dem Autoverkehr, aus der Industrie und auch aus der Verbrennung von Brennstoffen, wie Kohle und Öl. Durch diese Luftschadstoffe kommt es zu einer Versauerung der Böden, die dann den pH-Wert im Boden absinken lassen. Deshalb muss schnellstmöglich nachgeholfen werden. Die nächste Kalkung ist dann erst wieder in zehn Jahren fällig. Der Waldboden in Biedebach kann also nach der Berieselung durch David Wolf in Ruhe regenerieren.

 

Empfohlene Kanäle