Mehr Sicherheit: Neuer Video-Notruf im Jägertunnel in Marburg

Am 08.08.2018 veröffentlicht

Die Sicherheit im Jägertunnel in Marburg war in der Vergangenheit oft ein Problem. Das soll sich jetzt ändern. Der neue Video-Notruf soll helfen.

In den vergangenen Jahren wurde im Jägertunnel in Marburg eine Studentin sexuell missbraucht und eine junge Frau traf hier auf einen Exhibitionisten. Deswegen wurde in dem Tunnel jetzt eine neue Videoüberwachung mit Notrufknöpfen von der Stadt angebracht. In den nächsten Monaten soll sie getestet werden.

Die Videoüberwachung auf Knopfdruck ist einmalig in Deutschland

Die Kameras können an den Eingängen und an fünf weiteren Stellen im Tunnel aktiviert werden. Damit will man möglichst schnell auf Gefahr reagieren können. Ab dem Moment, an dem einer der Knöpfe betätigt wird, laufen die Kameras für drei Minuten. Eine Minute davon zeichnen sie rückwirkend auf. Der Notruf wird dann direkt an die Feuerwehrzentrale geleitet. Die ist rund um die Uhr besetzt und kann somit im Ernstfall reagieren. Dank einer Gegensprechanlage kann die Feuerwehr auch direkten Kontakt aufnehmen. 

Live-Bild-und-Sprechverbindung auf Abruf - kurz LiSA

LiSA hat insgesamt 44.000 Euro gekostet. Geld, das die Stadt Marburg gerne investiert hat, um den Tunnel sicherer zu machen. Es wird sich zeigen, ob sich potentielle Täter durch LiSA abschrecken lassen. Ebenfalls wird man in den kommenden Monaten sehen, ob der Videonotruf für mehr Sicherheit im Tunnel sorgt.

 

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