Künstliche Intelligenz: Roboter "Yuki" begrüßt Erstsemester

Am 18.10.2018 veröffentlicht

Science-Fiction wird Realität: In Filmen und Romanen spielen menschenähnliche Roboter schon lange eine wichtige Rolle. Es ist 2018 und intelligente Maschinen schaffen den Sprung aus der Popkultur in die analoge Welt. Paradebeispiel dafür ist "Yuki". An der Uni Marburg hat der 1,20 Meter große Roboter heute die neuen Erstsemester begrüßt. Und die waren sichtlich überrascht.

Wenn es nach dem Marburger Anglistik-Professor Jürgen Handke geht, sind Roboter in der Lehre schon lange keine Zukunftsmusik mehr. Seiner Meinung nach könnten intelligente Maschinen die Universitäten bereits in zehn bis 20 Jahren reformieren. In naher Zukunft wird Roboter Yuki im Rahmen einer Testphase in einem Hochschul-Büro eine private Sprechstunde anbieten und dort in direkten Dialog mit den Studierenden treten. Diese können sich beim Roboter per QR-Code identifizieren und erhalten dann "persönliches" Feedback vom Maschinen-Dozenten. Yuki könne dann Tipps zum Zeitmanagement geben, die Leistungen von Studierenden beurteilen und auf wichtige Lernmodule hinweisen.

Skepsis gegenüber "Roboterdozenten"

Interaktive Roboter wie Yuki könnten schon in naher Zukunft Lehrkräften assistieren – ein Roboter wird schließlich nie müde und ist immer freundlich. Trotzdem begegneten viele Menschen dem Roboter mit Skepsis. "Wir machen das, was sich viele nicht trauen", sagt Handke, "Wir haben keine Angst vorm Scheitern." Wichtig sei es, sich mit Misserfolgen auseinanderzusetzen und für die Zukunft zu lernen. Irgendjemand müsse schließlich immer den Anfang machen.

Gefördert wird das Projekt der Philipps-Universität Marburg mit insgesamt 137.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Ziel von Handkes Wissenschaftsteam ist es, Einsatzmöglichkeiten der humanoiden Roboter im universitären Lehrbetrieb zu erforschen.

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