Einzelhändler zahlen die Quittung: Brückensperrung sorgt für Umsatzeinbußen

Am 07.11.2018 veröffentlicht

Die Weidenhäuser Brücke in Marburg liegt direkt an der Oberstadt. Sie ist eine der wichtigsten Überführungen über die Lahn. Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist sie jedoch seit Monaten gesperrt – und wird es bis Mitte kommenden Jahres auch noch bleiben. Das verärgert nicht nur die Marburger Passanten, besonders die ortsansässigen Einzelhändler leiden unter der Sperrung.

Adrian Sandha betreibt ein Fotostudio in der Lingelgasse. Seit der Sperrung der Weidenhäuser Brücke hat er mit hohen Umsatzeinbußen von bis zu 40 Prozent zu kämpfen, die Laufkundschaft war eine wichtige Einnahmequelle für ihn. Auch das Weihnachtsgeschäft gestaltet sich schwierig. "Ab Oktober habe ich eigentlich schon die ersten Familienshootings, dieses Jahr habe ich Mitte November das Erste", sagt der 26-Jährige.

Die Brücke ist marode und muss dringend erneuert werden. Der Marburger Bürgermeister Wieland Stötzel kennt die Problematik: "Dass das für einige Gewerbetreibende, die im unmittelbaren Umfeld sind auch Erschwernisse mit sich bringt, ist uns natürlich bewusst, gleichwohl ist es eine Maßnahme, die unvermeidbar ist", sagt er.

Um die Wogen zu glätten, möchte Stötzel mit gebührenlosen Parkplätzen und kostenlosem Busverkehr für mehr Laufkundschaft an den Wochenenden sorgen.

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