"Meine Medizin seid ihr": Marlene schreibt Buch über den Kampf gegen ihren Hirntumor

Am 15.10.2019 veröffentlicht

Marlene Bierwirth ist 20 Jahre alt, als sich ihr Leben komplett verändert. Kurz vor ihrem Abitur bekommt sie mit gerade einmal 18 Jahren die Diagnose Hirntumor. Ein Schock für sie und ihre Familie. Ihren Alltag teilt Marlene auf Instagram und in einem Blog. Außerdem verarbeitet sie die Zeit mit einem Buch. Wie es ihr jetzt geht, erfahren Sie im Video.

Sehstörungen, Erbrechen, Hörsturz – als Marlene Anfang 2017 mit diesen Symptomen zum Neurologen geht, denkt sie zunächst an nichts Schlimmes. Doch dann erhält sie die Diagnose Hirntumor. An dem Tag, an dem sie eigentlich ihr Abitur schreiben soll, wird ihr ein Großteil des Tumors entfernt. Chemotherapien und Bestrahlungen folgen.

Marlenes Buch soll Mut machen

Freunde und Familie stehen der damals 18-jährigen Marlene bei. Ihren Alltag mit dem Tumor teilt Marlene auf Instagram und in einen Blog. Wenig später entsteht daraus die Idee, ein Buch zu schreiben, als Mutmacher für andere Krebspatienten und als Dank für ihre Familie und ihre Freunde. Auf knapp 300 Seiten spricht sie über die Krebstherapie, Nebenwirkungen und womit sie sich den Alltag im Krankenhaus vertreibt. „Meine Medizin seid ihr: Warum man den Krebs nicht allein besiegt“ ist im Eden-Books Verlag erschienen und für 14,95 Euro erhältlich.

Seit einem Jahr ist Marlene nun tumorfrei – als geheilt gilt sie jedoch erst nach fünf Jahren. Unser Reporter Frank Caspers hat die 20-Jährige besucht und mit der jungen Autorin über ihr Buch gesprochen.

Kinder erkranken häufiger an Hirntumor

Hirntumore sind selten und machen insgesamt nur ungefähr zwei Prozent aller Krebserkrankungen aus. Ein Drittel aller Wucherungen im Kopf sind bösartig. Kinder erkranken zwar im Allgemeinen seltener an Krebs als Erwachsene, prozentual sind bei ihnen aber Hirntumore deutlich häufiger: Jeder vierte Krebs, den Ärzte bei einem Kind diagnostizieren, ist ein Hirntumor. Im Gegensatz zu den meisten anderen Krebserkrankungen lassen sich Risikogruppen nicht benennen, da keine auslösenden Faktoren bekannt sind.

 

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