Mord aus Rache: Prozessauftakt gegen Ehemann in Hanau

Im Dezember vergangen Jahres soll ein Mann seine Ehefrau mitten in der Hanauer Innenstadt erstochen haben. Der Grund dafür: Rache. Nun muss sich der Angeklagte vor dem Gericht in Hanau verantworten.

Der frühere Soldat aus Afghanistan soll seine 52 Jahre alte Ehefrau im Dezember 2017 vor der Hanauer Marienkirche mit einem Dolch umgebracht haben. Laut Anklage zog er ihr die Waffe durch das Gesicht und stach - als die Frau schon am Boden lag - auf ihren Kopf, Oberkörper und Hals ein. Sie erlitt 40 Wunden und starb rund drei Stunden später im Krankenhaus.

Der mutmaßliche Täter gab bereits zu, dass er sich mit dem Verbrechen rächen wollte, weil sich seine Frau getrennt hatte. Er erklärte, dass er die Trennung nicht akzeptieren konnte, da es ein Angriff auf die Familienehre gewesen wäre. In der Mordanklage heißt es, der Mann sei grausam und aus niedrigen Beweggründen vorgegangen. 

Das Ehepaar kam 2010 nach Deutschland. Die Ehefrau und Mutter lebte mit ihren beiden Töchtern in Hanau. Am Abend des 6. Dezember hätte es eigentlich, nach einem Ehestreit, zur Aussprache kommen sollen. Der Prozess gegen den Mann beginnt nun am Dienstag (29.05.) um 15.30 Uhr vor dem Landgericht.

 

 

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