Gut geschützt: Nie wieder Sonnenbrand

Am 19.07.2019 veröffentlicht

Wer in die Sonne geht, der sollte sich auch eincremen - aber wie viel Sonnencreme brauche ich? Worauf muss ich besonders achten? Muss ich mich auch unter dem Bikini eincremen? Unsere Reporterin Verena Schmale hat einen Experten dazu befragt - die Antworten sehen Sie im Videobeitrag.

Beim Sonnen kommt es vor allem auf den Hauttyp an. Hauttyp 1, der hellste Typ, darf maximal zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne verweilen. Bei Hauttyp 2 sind es 20, bei Hauttyp 3 sogar 30 Minuten. Den eigenen Hauttyp zu kennen, ist also wichtig. Der Eigenschutz multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme ergibt den maximalen Sonnenschutz; bei Hauttyp 1 wären das bei einem LSF 20 also 200 Minuten. Wer sich verbrennt, riskiert nicht nur Falten, sondern auch Hautkrebs. Hautarzt Dr. Arna Shab erklärt, dass man sich auch unter der Badebekleidung eincremen sollte, denn handelt es sich nicht um UV-Textilien, dringt die Sonne durch.

Was Sie beim Sonnen noch beachten sollten und welche gängigen Sonnencreme-Mythen wirklich stimmen, lesen Sie in unserem Fakten-Check:

1. Im Schatten wird kein Sonnenschutz benötigt.

Stimmt nicht - Etwa 50% der Sonnenstrahlen gelangen durch Sonnenschirme oder Hüte. Auch im Schatten besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes.

2. Sonnencremes aus dem Vorjahr sind wirkungslos.

Stimmt nicht - Wichtig ist, wie die Sonnencreme gelagert wird. Wer seiner Creme ständige Hitze aussetzt, läuft Gefahr, dass sie ihre Wirkung bereits nach wenigen Wochen verliert. Bei einer guten Lagerung und gutem hygienischen Umgang kann die Sonnencreme Jahre hinweg halten.

3. Wasserfester Sonnenschutz muss nach dem Baden nicht erneuert werden

Stimmt nicht - Hersteller von Sonnencremes dürfen sie als wasserfest deklarieren, wenn sie nach dem Baden zumindest noch teilweise schützen. Für einen vollständigen Schutz, sollten Sie sich nach dem Baden wieder eincremen.

4. Vorbräunen im Solarium schützt vor Sonnenbrand

Stimmt nicht - Es gibt zwei Arten, die für Bräune verantwortlich sind: UV-A-Strahlen bräunen unsere Haut sofort. UV-B-Strahlen  sorgen für einen körpereigenen, effektiven Schutz. Da in Solarien hauptsächlich UV-A-Strahlen eingesetzt werden, schützt ein Vorbräunen auf der Sonnenbank nicht.

5. After-Sun-Produkte sind überflüssig

Stimmt nicht - Wer viel in der Sonne liegt, stresst seine Haut - daher bedarf sie einer besonderen Pflege. Fettige sowie feuchtigkeitspendende Cremes eignen sich besonders gut, um die Haut bei ihrer Regenerierung zu unterstützen. After-Sun-Produkte besitzen außerdem noch einen kühlenden Effekt.

 

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