Nach Gehalts-Affäre: Ehemalige AWO-Mitarbeiterin im Interview

Am 13.12.2019 veröffentlicht

Seit Wochen steht der AWO-Kreisverband in der Kritik. Überhöhte Gehälter und teure Dienstwagen haben für Aufsehen gesorgt. Dann ist der langjährige Geschäftsführer Jürgen Richter zurückgetreten. Wir haben mit einer ehemaligen AWO-Mitarbeiterin gesprochen.

Angela Braun arbeitete viele Jahre bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Frankfurt. Offiziell ist das ein gemeinnütziges Unternehmen, aber intern herrsche ein raues Arbeitsklima. Das jedenfalls erzählt sie uns im RTL-Hessen-Interview.

Auch im Frankfurter Stadtparlament stand die AWO am Abend im Mittelpunkt der Diskussion. Oberbürgermeister Peter Feldmann, selbst in der Kritik weil seine Ehefrau in einer AWO-Kita ein ungewöhnlich hohes Gehalt und einen Dienstwagen bekam, versuchte zunächst mit einem Händeschüttel-Marathon die Wogen zu glätten. Dann geht er selbst auf Distanz zur AWO. Ein vom Blatt abgelesenes Statement, teilweise stotternd vorgetragen. Das findet die Opposition nicht ausreichend. Ansonsten gibt Feldmann zu, dass seine Kommunikation in der Gehaltsaffäre nicht gut gewesen sei.

Ex-Mitarbeiterin berichtet

Für Ex-AWO-Mitarbeiterin Angela Braun ist die ganze Angelegenheit abgeschlossen, sie arbeitet mittlerweile woanders. Dennoch wünscht sie sich Aufklärung, gerade weil sie findet, dass die AWO eine wichtige Aufgabe hat. Mittlerweile hat die Affäre um die Frankfurter und Wiesbadener AWO viele Missstände ans Licht gebracht. Um diese Aufzuklären wird es mehr als demonstratives Händeschütteln im Stadtparlament brauchen.

Empfohlene Kanäle