Gemeinde gespalten: Bau von Logistikzentrum sorgt für Ärger

Am 08.05.2019 veröffentlicht

Massenbewegungen, wie beispielsweise die durch Klima-Aktivistin Greta Thunberg ausgelösten "Friday for Future"-Demonstrationen, zeigen ein neues Bild unserer Gesellschaft: Immer mehr Menschen scheinen sich für die Zukunft des Planeten stark zu machen. Auch in Nordhessen wird jetzt demonstriert – genauer gesagt in Neu-Eichenberg. Dort haben Umweltschützer einen Acker besetzt, auf dem ein neues Logistikzentrum entstehen soll.

Die Protestler sehen in dem rund 100 Fußballfelder großen Acker ungenutztes Potential zur Selbstversorgung. Sie pflanzten Salat und Gemüse auf dem Feld, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen: "Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht dass man sich eben auch hier lokal von dem Boden ernähren kann und wir dafür nicht das Klima und unsere Zukunftsperspektive zerstören müssen", sagt Umweltaktivist Luca Rosenberg. Seiner Meinung nach ginge es lediglich um die Profitgier des Investors.

Dr. Wolfgang Dietz, der Vorstandsvorsitzende der Dietz AG, sagt dazu: "Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen im Werra-Meißner-Kreis liegt bei ca. 44 % und der Anteil der gewerblichen Flächen bei ca.1,1 %. Bei den 1,1 % gewerblich genutzten Flächen ist bereits dieses Sondergebiet Logistik enthalten. Die Entscheidung, ob und wie Baurecht in diesem Gebiet in Neu-Eichenberg geschaffen wird, liegt seit Jahren allein beim Land Hessen und bei der Gemeinde Neu-Eichenberg."

Unser Reporter Tim Ellrich war vor Ort und hat mit den Demonstranten gesprochen.

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