Fortsetzung im Neuhof-Prozess: Jetzt spricht die Mutter der verstorbenen 16-Jährigen

Am 23.08.2019 veröffentlicht

In dem Prozess um einen tödlichen Bahnsteig-Unfall aus dem Jahr 2010 sollen sich am Freitag drei der vier Angeklagten äußern. Im osthessischen Neuhof stürzte damals eine 16-Jährige auf das Gleisbett und wurde von einer Bahn erfasst. Unser Reporter Andreas Schopf hat mit der Mutter der verstorbenen Schülerin gesprochen.

"Es ist alles nicht mehr so wie früher, es hat das Leben meiner anderen Kinder verändert. Wir haben viel, viel Zeit gebraucht um das zu verstehen, dass meine Tochter fehlt", erzählt uns Sophias Mutter im Interview. Verena Heil-Ruppel kämpft dafür, dass der Tod ihrer 16-jährigen Tochter aufgeklärt wird.

Bahnsteig soll voller Schnee und Eis gewesen sein

Am 4. Februar 2010 steht Sophia am Bahnsteig. Sie rutscht im Schnee aus und stürzt auf die Gleise. Im selben Moment fährt ein Regionalexpress ein und erfasst das Mädchen. Sophia stirbt noch an der Unfallstelle. Der Bahnsteig soll voller Schnee und Eis gewesen sein, so Zeugenaussagen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den zwischen 41 und 67 Jahre alten Angeklagten fahrlässige Tötung durch Unterlassen vor. Sie arbeiten bei der Deutschen Bahn und bei einer Gebäudemanagement-Firma und sollen versäumt haben, dass der glatte Bahnsteig nicht ausreichend von Schnee und Eis geräumt und gestreut wurde.

Empfohlene Kanäle