Fangfrisch auf den Tisch: Garnelenzucht im nordhessischen Niedenstein

Am 06.12.2018 veröffentlicht

Auf der Pizza, in Öl und Knoblauch oder zur Pasta: Garnelen holen uns mediterranes Urlaubsgefühl auf den Teller. Während sie im Süden fangfrisch auf den Tisch kommen, müssen wir Hessen meistens auf die tiefgekühlte Variante zurückgreifen – bis jetzt: Sven Damm aus dem nordhessischen Niedenstein betreibt Hessens erste Garnelenzucht. Eine Marktlücke? Unsere Reporterin Lea Wagner hat ihn besucht. 

Sven Damm ist Agrarwissenschaftler und hat einen eher ungewöhnlichen Schritt gewagt: Statt der konventionellen Tiermast, wie Schweine- oder Hähnchenzucht, hatte er die Idee zur Garnelenfarm. Bis sich damit Geld verdienen lässt, dauert es allerdings noch. Erst in fünf Monaten werden die 80.000 Larven ausgewachsen sein. Die bis zu 10 Zentimeter großen Tiere können für 50 Euro pro Kilo verkauft werden. Als erster Hesse mit Garnelenzucht bereitet Sven Damm damit den Weg für einen neuen Zweig in der Landwirtschaft. Und auch, wenn seine Krebstiere etwas teurer sein werden als importierte Exemplare aus Asien, kann er garantieren: Seine Garnelen sind medikamentenfrei. Bald gibt es die leckeren Meeresfrüchte direkt ab Hof in Niedenstein oder im Online-Shop zu kaufen.

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