Alle sind im Sammelfieber: Schwälmer Steine erobern Nordhessen

Am 08.08.2019 veröffentlicht

Mit offenen Augen durch Natur und Landschaft gehen, sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, entschleunigen. Das steckt hinter der Steinesuche in Nordhessen.

Ganze Familien, Freundeskreise, Kindergarten- oder Seniorengruppen sind inzwischen im Steinefieber, sie bemalen die Steine und legen sie aus. Das ist das Konzept der "Schwälmer Steine". Auf der Rückseite der Steine findet man das Facebookzeichen und die Bitte "Freuen, posten, neu auslegen". Jeder der einen findet, macht ein Foto von diesem und postet es unter Angabe des Fundortes in der Facebook Gruppe "Schwälmer Steine" oder als #Schwälmersteine bei Instagram.

Damit jeder Stein auch anderen eine Freude bereiten kann, behält man ihn nicht, sondern legt ihn für andere an einen neuen Ort. Hat der Finder jedoch sein Herz an einen Stein verloren, ist es prinzipiell nicht verboten, diesen zu behalten. Jeder kann kreativ sein und die Aktion unterstützen. Einfach einen Stein suchen und drauflos malen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Die Idee

Die Idee, verzierte Steine zu verstecken, kommt aus den USA. Dort gibt es die Facebook-Gruppe "painted rocks", bemaltes Gestein. Es geht darum, anderen eine Freude zu bereiten und zu sehen, wie weit ein Stein reisen kann. Janina Riebeling, die Gründerin der Facebook Gruppe "Schwälmer Steine", hat während ihres Urlaubs an der Nordsee die Aktion "Küstensteine" kennengelernt.

Binnen einer Woche hat die Gruppe bereits über 1500 Mitglieder. Quasi im Minutentakt tauchen neue Bilder, Fundorte und Postings in ihrer Facebookgruppe auf. Ihre Arbeit als Administratorin der Gruppe nimmt mittlerweile sehr viel Zeit in Anspruch. Wir haben das Schwälmer Steine-Team besucht.

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