Nur 21 Kinder: Mini-Schule in Kerbersdorf

Am 03.04.2018 veröffentlicht

Viele Eltern beschweren sich über die oftmals zu großen Schulklassen ihrer Kinder, denn 30 Schüler oder mehr sind keine Seltenheit. In der Grundschule in Kerbersdorf ist das anders: Hier werden insgesamt nur 21 Kinder unterrichtet – und gehört damit zu den kleinsten Schulen in Hessen.

Zumindest beim Namen auswendig lernen hat Kathrin Kappes einen Vorteil gegenüber ihren Kollegen: Die Lehrerin unterrichtet an der Grundschule in Kerbersdorf, einem Ortsteil von Bad Soden-Salmünster im Main-Kinzig-Kreis nur 21 Kinder im Alter von 6 bis 10 – und das alles in nur einer einzigen Klasse. Der Grund dafür ist ganz einfach: Das Dorf hat rund 400 Einwohner und mehr Kinder gibt es nicht. Um alle Kinder bedarfsgerecht und individuell unterrichten zu können, muss Kathrin Köppes ihren Unterricht gut planen und organisieren. Dabei erstellt sie für jeden ihrer Schüler einen eigenen Wochenplan. Bei Problemen ist nicht unbedingt immer die Lehrerin die erste Ansprechpartnerin: "Die neuen Erstklässler bekommen am Anfang einen Paten aus der vierten Klasse zugeteilt, nehmen die Hilfe an und geben ihr Wissen später dann auch an jüngere weiter. Selbstständiges Arbeiten ist da ganz wichtig."

Die Gefahr, die Schule wegen der geringen Schülerzahl zu schließen, besteht aktuell nicht: Die Mindestzahl für Schülerinnen und Schüler liegt an hessischen Schulen bei 13 Kindern.

 

 

 

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