Erfolglose Suche nach Investor: Kein Käufer für Thomas Cook

Am 04.11.2019 veröffentlicht

Der insolvente Reisekonzern Thomas Cook steht vor der Zerschlagung. Bislang liege kein belastbares Angebot für die Fortführung des Unternehmens als Ganzes oder für das Veranstaltergeschäft der Thomas Cook Touristik GmbH vor, erklärten die vorläufigen Insolvenzverwalter.

"In Folge dessen muss die Thomas Cook Touristik GmbH nun aus rechtlichen Gründen die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 1. Dezember 2019 vorbereiten", heißt es in einer Mitteilung. Eine Lösung für den Konzern als Ganzes ist damit zwar nicht endgültig auszuschließen, dennoch zeichnet sich aber vor allem Interesse n einzelnen Firmenteilen ab. Damit könnten gut die Hälfte der etwa 2100 Jobs in Deutschland gesichert werden.

"Wir und die vorläufige Insolvenzverwaltung führen nach wie vor Gespräche und werden alle sich uns bietenden Chancen nutzen, um für die Mitarbeiter und die unterschiedlichen Bereiche unseres Unternehmens eine Zukunftslösung zu finden", sagte Geschäftsführerin Stefanie Berk. In einem RTL-Gespräch gaben sich vor wenigen Tagen noch mehrere Mitarbeiter optimistisch, das Geschäft fortzuführen.

Chancen für Öger-Tours, Bucher und Neckermann

Großes Interesse gibt es für die Bucher Reisen & Öger Tours GmbH. "Die Verhandlungen über deren Fortführung sind sehr weit fortgeschritten", heißt es. Für die Thomas Cook-eigene Reisebürokette und das Franchise-Reisebüro-System stehe man in finalen Verhandlungen. Für die Markennamen Neckermann und Air Marin sehen die vorläufigen Insolvenzverwalter gute Chancen einen Käufer zu finden.

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