Öko-Test untersucht Eier: Keine Schadstoffe, aber Hühner müssen leiden

Am 28.03.2019 veröffentlicht

Nicht mehr lang, dann steht Ostern vor der Tür. Die perfekte Gelegenheit für die Zeitschrift "Öko-Test", sich Eier aus dem Supermarkt einmal genauer anzuschauen. 

Für die April-Ausgabe der "Öko-Test" wurden  20 verschiedene Produkte aus Bio-, konventioneller Boden- und aus Freilandhaltung im Labor untersucht. Das Ergebnis: Nur vier überzeugten die Tester und erhielten die Note "sehr gut" oder "gut".

Kaum Schadstoffe, dafür Probleme beim Tierwohl

Bis auf eine Ausnahme waren die Eier frei von bedenklichen Schadstoffen wie etwa dem Insektengift Fipronil und ihre Qualität stimmte größtenteils auch. Zu bemängeln hatten die Tester aber, dass das Wohl der Tiere bei vielen Produkten wenig beachtet wird. Bei der Haltung der Hennen gab es unter anderem Probleme wie wenig Platz, fehlende Auslaufmöglichkeiten und kein strukturiertes Futter. Bei 15 Anbietern werden die männlichen Küken sofort nach der Geburt getötet. Im Vergleich zu Masthähnchen setzen diese nicht genug Fleisch an und sind für die Erzeuger daher schlicht wertlos. "Öko-Test" rät Konsumenten dazu, Eier zu kaufen, für die Anbieter die Aufzucht der männlichen Küken garantieren.

Mit mangelhaft wurden bewertet:

  • 10 Frische Eier aus Bodenhaltung, Lidl 10 (0,12 Cent pro Ei)
  • Hofland 10 frische Eier aus Bodenhaltung, Aldi Nord (0,12 Cent pro Ei)
  • Landvogt 10 frische Eier aus Bodenhaltung, Aldi Süd (0,12 Cent pro Ei)
  • "GutBio 6 frische Bio-Eier" von Aldi Nord 
  • "Real Bio Frische Deutsche Bio-Eier" von Real

Die Gewinner des Tests:

  • Alnatura 6 Bio-Eier Bruderküken-Initiative, Bioland (0,45 Cent pro Ei)
  • Alnatura Origin 4 Bio-Eier, mobile Hühnerställe, Bioland (0,55 Cent pro Ei)
  • Huhn & Hahn 6 frische Eier mit Hahnenaufzucht, Bioland (0,50 Cent pro Ei)


​​Den gesamten Eierprodukte-Check von Öko-Test können Sie hier nachlesen.

 

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