Anklage wegen Mord: Streit soll in einer Messerstecherei geendet haben

Am 15.08.2018 veröffentlicht

Am 1. September 2017 soll Dzenan K. auf sein Opfer, nach einem Streit in der Kneipe Moonlight in Offenbach, mit einem Messer eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor. Heute war der Prozessauftakt im Gericht in Darmstadt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 29-jährigen Angeklagten vor, dass er Ende des vergangenen Sommers auf einen Gast dreimal mit dem Messer eingestochen hat. Der Tat soll ein Streit vorausgegangen sein. Das 34-jährige Opfer verstarb im vergangenen Jahr noch in der Kneipe an den Verletzungen am Hals und Oberkörper. 

Die Verteidigung plädiert auf Totschlag

Nachdem der Angeklagte die Kneipe verlassen hat, soll er noch mal zurückgekommen sein und das Opfer niedergestochen haben. Deswegen wirft die Staatsanwaltschaft ihm Mord vor. Die Verteidigung ist hierbei jedoch anderer Meinung - sie plädiert auf Totschlag. Der Angeklagte soll zuvor von dem Opfer und zwei weiteren Männern heftig angegangen und geschlagen worden sein. Als er wieder zurückkommt, soll einer der Männer ihn erneut angesprochen haben. Daraufhin soll Dzenan K. zugestochen haben.

Eine große Rolle hat am heutigen Verhandlungstag vor allem das Handicap des Angeklagten gespielt. Während er auf dem einen Auge noch 20 Prozent Sehkraft hat, ist er auf dem anderen komplett blind. Er habe sich in der Situation dadurch besonders bedroht gefühlt. Ebenfalls war der Angeklagte stark alkoholisiert und hatte Kokain konsumiert. Welches Urteil den Angeklagten erwartet, zeigt sich in den kommenden Wochen. 

 

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