Dreiste Masche in Offenbach: Betrug mit Corona-Ängsten

Am 15.10.2020 veröffentlicht
 

Dreiste Masche: In Offenbach haben Einbrecher einer Familie ein gefälschtes Corona-Schreiben vorgezeigt, um sie damit aus der Wohnung zu locken. Als sie auf dem Weg für einen Test in die Klinik waren, merkten sie, dass da etwas nicht stimmen konnte.

In dem gefälschten Brief des Bundesministeriums für Gesundheit stand offenbar, dass der 52-Jährige Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt haben könnte. Für einen Corona-Test sollte er sich zusammen mit seiner Familie zu einer bestimmten Uhrzeit in der Frankfurter Uniklinik vorstellen.

Wenig später sind sie wieder zu Hause gewesen. Doch in der Zwischenzeit waren die Diebe schon eingebrochen und hatten unter anderem Schmuck und Taschen im Wert von rund 5.500 Euro mitgehen lassen. Die Täter hatten offenbar nicht damit gerechnet, dass die Familie so schnell zurückkommt.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei fahndet nun nach den Männern, die in einem schwarzen Geländewagen, vermutlich einem BMW X5 mit Wiesbadener Kennzeichen, vom Tatort weggefahren sind.

Einer der beiden Verdächtigen wird auf 1,70 Meter geschätzt, hat schwarze Haare und war bei der Tat schwarz bekleidet. Von seinem Komplizen liegt bislang keine Beschreibung vor. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Einbrecher etwa ab 18 Uhr in der Nähe des Mehrfamilienhauses im Bereich Spessartring/Buchhügelallee aufhielten und dort abgewartet haben, bis die Familie ihre Wohnung verließ.

Hinweise nimmt die Kripo Offenbach unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegen.

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