SPD ganz in rot: Thorsten Schäfer-Gümbel bläst zum Wahlkampf

Am 17.09.2018 veröffentlicht

Er will Hessens Ministerpräsident werden. Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer Gümbel. Sechs Wochen vor der Wahl hat sich der 48-Jährige dafür prominente Unterstützung nach Offenbach geholt.

"Rot, rot, rot", ruft SPD-Chefin Nahles den Menschen zu. Es dürfte klar sein, was das zu bedeuten hat. Ein Machtwechsel soll in Hessen her. Statt Schwarz soll es ab Oktober rot heißen. Außerdem mit dabei sind Manuela Schwesig und Malu Dreyer, um den Spitzenkandidaten Schäfer-Gümbel zu unterstützen.

SPD und CDU liegen nicht weit auseinander

Aktuell liegt Schäfer-Gümbel bei etwa 24 Prozent, Volker Bouffier ist mit seiner CDU schon bei weniger als 30 Prozent. Die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns ist sich sicher: Es könnte noch einmal knapp werden. Bessere Bildungspolitik, bessere Ausstattung der Polizei und vor allem sein Kernthema bezahlbarer Wohnraum. Das sind die Themen, mit denen der gebürtige Bayer bei den Wählern punkten will.

AfD bei 14 Prozent

Es gehe aber auch darum, den Rechtsruck zu verhindern, der vermehrt in den letzten Monaten entstanden ist. Menschen, die mit Naziparolen durch die Straßen laufen, seien eine Schande für das Land. Die Alternative für Deutschland erwähnt er zwar mit keinem Wort, aber auch ihm dürfte klar sein, dass sie wahrscheinlich drittstärkste Partei Hessens wird. Sie liegt momentan bei ungefähr 14 Prozent.

Sechs Wochen hat er noch Zeit, um die Wähler von sich zu überzeugen, ehe es am 28. Oktober zur finalen Wahl kommt und sich klärt, ob rot das neue Schwarz ist.

Was die Offenbacher von der SPD halten, sehen Sie im Video von Frank Caspers und Benjamin Holler.

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