CDU-Parteitag in Offenbach: Wahlkampf mit Gegenwind

Am 10.09.2018 veröffentlicht

Schon bald sind Landtagswahlen in Hessen. Auch der jetzige Ministerpräsident Volker Bouffier von der CDU würde gerne auch weiterhin im Amt bleiben. Am vergangenen Wochenende fand in Offenbach der CDU-Programmparteitag statt. Im Vordergrund: das 115-Seiten starke Wahlprogramm. 

Auch die ausgelassene Stimmung im Wahlkampfbus kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der CDU ein schwerer Wahlkampf droht. In einer BILD-Umfrage rutschte die Partei zuletzt unter 30 Prozent. Im Vergleich dazu lag die AfD stabil bei weit über 10 Prozent. Die Generalsekretärin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer ruft daher auf "von Tür zu Tür zu gehen" und für die Union zu werben.

Indem sich Annegret Kramp-Karrenbauer für die Querelen in der Union auf Bundesebene entschuldigt, bezieht sie indirekt auch Stellung zu Innenminister Horst Seehofer, der in der Flüchtlingsfrage die AfD beinahe noch rechts überholen will. Sie gibt zu, dass die hessische CDU nur wenig Unterstützung aus Berlin zum Wahlkampf bekommen hat: "Was wir in den letzten Wochen und Monaten aus Berlin abgeliefert haben, das war kein Rückenwind, ja man kann zum Teil sagen, es war eine Schande, wie wir miteinander umgegangen sind."

Vom Parteifreund zum politischen Gegner

Auch Volker Bouffiers ehemaliger Parteifreund Alexander Gauland, der derzeitige Chef der AfD, kann ihm gefährlich werden. Bouffier kritisiert Gaulands Aussagen bezüglich der "Nazidiktatur" scharf. Sein Ziel für die kommenenden Landtagswahlen ist es politisch unzufriedenen und orientierungslosen Wählern Antworten zu geben.  

Für eine Einschätzung der Chancen der hessischen CDU bei der Wahl, war unser Politikreporter Benjamin Holler bei unserer Moderatorin Tina Mattick zu Gast im Studio. Das Gespräch sehen Sie im Anschluss zum Beitragsvideo.

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