"Das ist eine riesige Sauerei": Mehrere Tonnen Bauschutt im Wald entsorgt

Am 05.04.2019 veröffentlicht

Es ist ein Riesen-Schandfleck in der Natur. Inmitten der Dreieicher Waldidylle liegt ein riesiger Berg an Bauschutt. Metallverstrebungen und Plastikreste ragen aus den Tonnen von Betonmüll. Eine Abbruchfirma hat die Lkw-Ladung voller Bauschutt vermutlich in einer Nacht- und Nebelaktion zwischen den Ortsteil Offenthal und Messel an der L3317 entsorgt. Ein Spaziergänger entdeckte den Haufen Bauschutt, der eigentlich auf eine Mülldeponie gehört. 

"Das ist eine riesige Sauerei", sagt Revierförster Manfred Schröpfer vom Forstamt Langen über diese dreiste Umweltverschmutzung. Er war einer der ersten, der den Schaden vor Ort begutachtete. Dabei fielen dem Revierförster Unterlagen für eine Heizungsanlage aus dem Jahr 2003/2004 auf. Diese führen die Mitarbeiter des Forstamts Hessen nach Langen, wo noch die Bagger auf der Baustelle stehen. Der Abriss des Hauses kann also noch nicht lange her sein. Nun sollte es eigentlich für die Polizei ein leichtes Spiel sein, den Verursacher ausfindig zu machen.

Immer mehr Bauschutt im Wald

Bauschuttablagerungen in den Wäldern der Region Dreieich sind rasant gestiegen. Erst vor drei Monaten war ein ähnlicher Fall in Dreieichenhain aufgetreten, damals lag eine Wagenladung Dachpappe im Wald. "Möglicherweise steht das sogar in direktem Zusammenhang mit dem Beton in Offenthal", vermutet der Revierförster. Auch in Darmstadt hatte man in den vergangen Monaten immer wieder mit größeren Mülladungen zu kämpfen. "Jetzt haben wir die Chance, mal einen Täter zu erwischen", hofft Manfred Schröpfer.

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