Betriebsbedingte Kündigungen?: Opel macht Job-Druck

Am 17.09.2020 veröffentlicht

Der Rüsselsheimer Autobauer schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Eigentlich sollten bis Ende kommenden Jahres 2100 Arbeitsplätze über freiwillige Alters- und Abfindungsprogramme abgebaut werden, doch bislang haben sich nur 500 Mitarbeiter dafür entschieden. Im November will das Unternehmen die Situation abschließend bewerten. Mit dem Betriebsrat und der IG Metall habe man vereinbart, schnell weitere Alternativen zu suchen.

Die Ankündigung möglicher betriebsbedingter Kündigungen bei Opel hat bei Beschäftigtenvertretern für große Kritik gesorgt. Das Unternehmen drohe damit indirekt mit einem weiteren Arbeitsplatzabbau, erklärte die IG Metall am Donnerstag. Die IG-Metall machte gegenüber der dpa deutlich, dass Opel eine langfristige Absicherung der Standorte und den Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen in den nächsten fünf Jahren zugesagt habe. Bis Ende kommenden Jahres sollen bei Opel in Deutschland 2.100 Arbeitsplätze über sozial verträgliche beziehungsweise freiwillige Alters- und Abfindungsprogramme abgebaut werden. Wegen bisher niedriger Akzeptanz überlegt sich der Autohersteller nun darauf zu reagieren, in welcher Form, wird nun ausgearbeitet.

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