Fischsterben in Otzberg: Biber legt Bach trocken

Am 12.08.2019 veröffentlicht

Ein Biber in der Semme im Odenwald macht das, was Biber eben machen: Er baut seine Burg. Das Problem hierbei ist aber, dass der Biberdamm den Bach, der dahinter liegt, trocken werden lässt. Unser Reporter Rafael Fleischmann hat die Einzelheiten für Sie im Videobeitrag.

Um dem Problem entgegenzuwirken hat das Regierungspräsidium Darmstadt bereits ein Rohr verlegt, das als Drainage dienen soll. Dieter Bickert von der Interessengemeinschaft der Gersprenzpächter erkärt, dass das hier leider nichts bringt: "Das Rohr hat das Wasser um etwa 20 Zentimenter gesenkt. Aber Sie sehen ja, irgendwann ist Schluss und dann läuft das Wasser auch hier nicht mehr durch. Wenn Sie kein Wasser im Nachlauf haben, gehen die Fische kaputt." Hobbyangler Dieter Gaab ist der Meinung, dass der Mensch hier eingreifen sollte; obwohl Biber unter Naturschutz stehen sollte dieser Biber umgesiedelt werden, findet er.

Kein Wasser wegen des Klimawandels

Verwantwortlich für das Biber-Dilemma ist aber eigentlich nicht der Biber, sondern der Klimawandel, weiß Dieter Bickert: "Durch den Klimawandel haben wir weniger Wasser, wir haben kein Schmelzwasser mehr; früher hatten wir jede Menge Schmelzwasser und das ist eben das Problem: es fehlt an allen Ecken und Enden." Spätestens wenn hier überhaupt kein Wasser mehr fließt, wird der Biber von alleine verschwinden. 

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