Tierische Therapeuten: Seniorenheim mit Streichelzoo

Am 10.04.2019 veröffentlicht

Sie hören zu, sie lassen sich streicheln und geben dem Alltag Struktur - Heimtiere, wie Vögel, Hunde, Katzen oder Kaninchen. Vor allem für ältere Menschen können die Tiere echte Therapeuten sein. Doch nicht in jedem Altenheim sind die flauschigen Mitbewohner erlaubt. Damit sich die Senioren im "Haus Kreuzberg" in Philippsthal nicht einsam fühlen, haben sich die Mitarbeiter etwas ganz besonderes ausgedacht: Einen Streichelzoo mit Eseln, Zwergziegen und Lauf-Enten.

Diese Tiere kennen die meisten älteren Menschen noch aus ihrem früheren Alltag und "das kann ein unglaublich gutes Bindeglied sein zu heute", sagt Altenpflegerin Carola Hoßfeld. Das bedeutet, dass man durch die Tiere eine Verbindung zu zum Beispiel hochgradig dementen Menschen, die eigentlich nicht mehr viel kommunizieren, bekommen kann.

Die tiertherapeutische Maßnahme

Eine positive Wirkung auf alte oder pflegebedürftige Menschen durch den Umgang mit Tieren wurde in mehreren Studien wissenschaftlich belegt und in der Praxis bestätigt. Tiere lösen Glücksgefühle aus und werden nach kurzer Zeit häufig zu einem wichtigen Bezugspunkt für Menschen. Außerdem sind sie Trostspender und Zuhörer und können so Vereinsamung verhindern. Tiere halten aktiv und geben eine Aufgabe. Sie bieten einen Kommunikationsanlass und fördern so soziale Interaktion.

Wie der Streichelzoo im "Haus Kreuzberg" bei den Senioren ankommt, sehen sie im Videobeitrag von Lea Wagner.

 

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