Polizisten reagieren in jeder Situation, auch bei einer Alkohol-Intoxikation.

Polizei-Poesie: Ermittler reimen nach vermeintlichem EC-Karten-Betrug

Auf die kuriose Entwicklung eines vermeintlichen Diebstahls in Mittelhessen hat die Polizei auf nicht ganz alltägliche Weise reagiert: mit einer Mitteilung in Reimform.

Ein Betrunkener hatte die Beamten alarmiert, weil er der Meinung war, dass jemand am Geldautomaten von seinem Konto 100 Euro abgehoben hatte. Woran er sich aufgrund seines Alkoholpegels nicht erinnern konnte. Die Pointe: Er hatte das Geld selbst abgehoben.

Die Polizei dichtete daraufhin:

 

Herr Schold, dem Trunke zugetan,

zeigte eine Straftat an.

Ein böser Bube, sagte Schold,

hätt' nichts Gutes ihm gewollt

und ihm am Kassenautomaten

abgehoben vom Ersparten.

100 Euro ohne Scham,

das passte Schold nicht in den Kram.

 

So rief Herr Schold die Polizei,

die eilte auch sogleich herbei.

Dann hat sich bald herausgestellt,

kein Ganster wollte an sein Geld.

Er selbst war's der am frühen Abend,

nachdem er sich - am Trunke labend -

zur Sparkass' hatte aufgemacht

und hach, wer hätte das gedacht,

mit seiner eig'nen EC-Karte,

sich geholt hat - das Ersparte.

 

Als Beweis, wie zu erwarten,

dient ein Bild vom Automaten.

Und die Moral von der Geschicht',

ruf' die Polizisten nicht,

wenn du selbst es nicht mehr weißt,

wo die Sinne dir entgleist.


Wann und wo genau sich der Vorfall zugetragen hat, ließ die Polizei am Dienstag offen.

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