Protest gegen neue Mensa: Frankfurter Schule wehrt sich gegen Großküche

Am 27.03.2018 veröffentlicht | 1736 Aufrufe

Mit den Hashtags #IGSfürgutesEssen und #MensaRetten wollen die Schüler der Frankfurter Schule IGS Nordend ihre bisherige Kantine retten. Nach einer europaweiten Ausschreibung soll in Zukunft ein Großcaterer die Schulverpflegung übernehmen. Der Vertrag soll am 3. April unterschrieben werden. Dagegen wehrt sich jetzt die Schule.

Am Dienstag protestierten Schülerinnen und Schüler der Frankfurter Gesamtschule vor dem Bildungsdezernat in der Frankfurter Hasengasse. "Sodexo stoppen" lautet das Motto, unter dem die Jugendlichen ihren Unmut gegenüber dem ungeliebten künftigen Essenslieferanten zum Ausdruck bringen. In der vergangenen Woche hat der Großcaterer "Sodexo" den Zuschlag einer europaweiten Ausschreibung erhalten und wird nach den Sommerferien für die Verpflegung der rund 600 Schüler verantwortlich sein.

Wenn es nach den Jugendlichen geht soll jedoch die bisherige "Cantina Buen Barrio" um Köchin Sandra Beimfohr bestehen bleiben. Beimfohr sei seit 2009 ein fester Bestandteil der Schulgemeinschaft und bei den Schülern sehr beliebt, heißt es von Seiten des Schulleiters und der Eltern. "Es gibt keine Veranlassung für einen Betreiberwechsel", äußert sich der Schulelternbeirat. Als Grund für den Wechsel wird eine fehlende Email-Adresse für Beschwerden genannt. Außerdem soll eine Vollkornmahlzeit im Vier-Wochen-Speiseplan gefehlt haben.

Sodexo will auf die Wünsche eingehen

Sodexo kann die Sorgen der Schüler nicht verstehen. Man wolle mit einem Team direkt vor Ort kochen und dabei nach Möglichkeit auf die individuellen Wünsche der Schüler eingehen."Wir überzeugen durch Speisen nach Vorgaben und Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und gewährleisten eine ernährungsphysiologisch optimal ausgewogene Menüfolge", heißt es von einem Unternehmenssprecher.

In einer Online-Petition haben sich bisher bereits mehr als 3.600 Menschen gegen den Wechsel ausgesprochen.

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