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Prozess gegen Frau aus Gießen: Mutter lässt Neugeborenes zurück

Erst Neugeborenes zurückgelassen, dann Grillparty - eine Mutter aus Gießen steht seit heute wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht in München. Sie soll ihr Neugeborenes in einem Gebüsch entbunden und schwer verletzt zurückgelassen haben. Die Details des Falls sind erschütternd.

Wie die DPA berichtet, soll die 27-Jährige aus Gießen am 18. August 2018 einen Jungen in einem Gebüsch in München-Neuperlach entbunden haben. Die Nabelschnur soll die Frau mit den Zähnen durchgebissen haben. 

Wie die Münchner Abendzeitung berichtet, soll die Mutter die Nacht vor der Geburt mit einer Internetbekanntschaft verbracht haben. Am Morgen habe die Frau Schmerzen verspürt und Blut verloren. Sie soll das Kind dann in einer Grünanlage vor dem Haus entbunden haben. Laut Anklage waren Oberarm, Oberschenkel und Unterarm gebrochen, außerdem hatte der Säugling innere Blutungen. Das stark unterkühlte Kind überlebte nur, weil eine Hundebesitzerin es am Morgen zufällig beim Gassigehen entdeckte.

Die Staatsanwalt wirft der Mutter vor, dass sie das Kind hilflos zurückließ. Sie soll nach der Entbindung zurück nach Hessen gefahren sein, ohne jemandem von dem Baby zu erzählen. Abends soll sie dann ein Grillfest besucht haben.

 

 

 

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