Przewalski Pferde in Gießen: Wildpferde haben in Hessen ihre Heimat gefunden

Am 24.10.2019 veröffentlicht

In Gießen leben derzeit elf Przewalski Pferde auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Hohewarte. Christoph Goebel und Francesca Zahnreich vom Bundesforstbetrieb erlauben unserem Reporter Michael van Alst,  was sonst nicht möglich ist.

Seit 7 Jahren werden Przewalskipferde nachgezüchtet. Die kleinen Herden sind wichtig für den Arterhalt. Die Nachzucht klappt, aber nicht ganz ohne Probleme, denn die unvermeidliche Inzucht und genetische Fehlbildungen dürfen nicht überhand nehmen. In Gießen überwachen deshalb Wissenschaftler, welche Tiere sich miteinader paaren dürfen.

Die Wildpferde haben in Hessen ihr Zuhause gefunden. Sie sind eigentlich in Zentralasien beheimatet. Benannt sind sie nach ihrem Entdecker, dem russischen Forscher Nikolaj Przewalski. Zeitweise galten sie als fast ausgestorben. Heute umfasst der Bestand durch Zucht wieder weltweit rund 2400 Tiere in Zoos und Zuchtstationen. Przewalskis sind etwa so groß wie Ponys und sehr widerstandsfähig. Sie können in eisiger Kälte, aber auch in extremer Hitze leben. Optisch erinnern sie ein wenig an Haflinger.

Wer Lust hat, kann die Wildpferde besuchen, in Gießen oder an einem der anderen Standorte in Hanau, Babenhausen und Schweinheim.

 

 

 

 

Empfohlene Kanäle