Rekord-Evakuierung wegen Weltkriegsbombe in Frankfurt

Am 21.03.2018 veröffentlicht

Da ist die Aufregung in Frankfurt schon riesig - am Sonntag (03.09.2017) müssen bis zu 70.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen - eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg muss entschärft werden. Die anstehende Evakuierung gilt als die größte und aufwendigste der deutschen Nachkriegszeit. Ganz klar, das muss gut geplant werden, denn von der Räumung sind auch zwei Krankenhäuser betroffen. Kathrin Ebeling hat Einzelheiten dazu.

Hier finden Sie eine Übersicht zum vorläufigen Evakuierungsbereich.

Die 1,8 Tonnen schwere Bombe war während Bauarbeiten am Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität entdeckt worden. Die Polizei schätzt die Sprengkraft auf rund 1,4 Tonnen. Für die Entschärfung der Luftmine vom Typ HC 4000 werden in Frankfurt voraussichtlich 70.000 Menschen evakuiert. Aktuell geht nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes keine Gefahr aus, so die Polizei und die Feuerwehr Frankfurt.

Die Bombenentschärfung gilt als die größte Evakuierung der Nachkriegszeit. Ende 2016 wurden in Aufsburg rund 54.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Mai 2017 mussten drei Fliegerbomben entschärft werden, knapp 50.000 Anwohner wurde umquartiert.

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