Wegen Hitze und Trockenheit: Hessischer Rhein erreicht historischen Tiefstand

Am 22.10.2018 veröffentlicht

Der Wasserspiegel des Rheins hat in Hessen einen historischen Tiefstand erreicht. Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich spürbar. Die lange Hitzewelle in diesem Jahr die Flusspegel deutlich abgesenkt und die Alpengletscher werden in wenigen Jahrzehnten kein Wasser mehr zuliefern können.

Wenn der Wasserstand noch weiter sinkt, kann man wohl bald von Rüdeshim nach Bingen direkt über das Flussbett laufen – denn durch den Rhein fließt kaum noch Wasser. Wo vorher noch das Wasser schimmerte, zeigen sich nun kleine Inseln inmitten des Flusses. Besonders davon betroffen ist Micheal Maul. Er betreibt eine Autofähre zwischen Oestrich-Winkel und Ingelheim. An einigen Stellen ist der Rhein zwei Meter tiefer als üblich. "Wir wissen gar nicht was da alles noch kommen kann. Schlimmstenfalls müssten wir den Betrieb einstellen", erklärt Maul.

Eine Besserung ist vorerst noch nicht in Sicht. Daran ist nicht nur der Regenmangel schuld. Denn es fehlt an Gletscherwasser aus den Alpen. Schon in 30 Jahren ist ein Großteil der Gletscher in der Schweiz geschmolzen. Das wird auch Auswirkungen auf den Rhein haben, so Hydrologe Sebastian Wrede gegenüber der "hessenschau". Auswirkungen, die besonders die Fährenbetreiber entlang des hessichen Rheins zu spüren bekommen.

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