Roboterfrau in Darmstadt vorgestellt: "Elenoide" verzaubert Wissenschaftler

Am 25.05.2018 veröffentlicht

45 Kilo bringt sie auf die Waage, sie trägt Kleidergröße 36,  kann ihre Arme, Hände und Gesicht bewegen. Beim Laufen allerdings hapert es, obwohl "Elenoide" eine knappe halbe Millionen Euro kostet. Bei einem Kongress über die Zukunft der Arbeit in Darmstadt wurde der Roboter vorgestellt - ein Vorgeschmack auf die Zukunft?

An der Technischen Universität in Darmstadt soll mit der Roboterfrau künftig geforscht werden. Roboterforscher dort freuen sich über das Unikat aus Japan. Die 1,70 Meter große Maschine sei in dieser Form europaweit einzigartig. "Eleonide" kann sogar reden, lachen und durch ihr bewegliches Gesicht und die Hände Gefühlsausdrücke vermitteln. Im Frühjahr 2019 werde die Roboterfrau nach Angaben der Forscher "halbwegs autonom" sein und soll sich dann mit Menschen unterhalten können.

Gesicht, Hände und Beine sind aus Silikon, hinter ihren Augen stecken Kameras, mit denen sie räumlich sehen könne. Ihre Frisur bestünde teils aus Echthaar. Die Hände sind auf Körpertemperatur geheizt. So soll untersucht werden, wie Menschen in ihrem Umfeld auf menschenähnliche Maschinen reagieren und damit umgehen. Ein kalter Händedruck könne viele abschrecken.

Wissenschaft bürgernah zeigen

Präsentiert wurde die Roboterfrau im Rahmen des Zeitsprungkongresses in Darmstadt durch Wissenschaftsminister Boris Rhein. Er werbe dafür, wissenschaftliche Themen besser greifbar zu machen: "Bislang erschließt sich die Welt der Forschung der Öffentlichkeit noch zu selten, daran wollen wir etwas ändern.“ 

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