Normales Leben nicht möglich: Nerven der Mieter in Rödelheim liegen blank

Am 15.08.2018 veröffentlicht

Trautes Heim, Glück allein - so sollte es sein. Davon können die Bewohner des Brentanohauses in Frankfurt-Rödelheim aber nur träumen. Lärm, Müll und Ausfälle am laufenden Band. Teilweise gibt es kein Wasser, keinen Strom, Aufzüge fallen aus oder werden von den Bauarbeiten belagert. Unsere Reporterin Sarah Thömmes hat sich umgesehen und nachgefragt.

Den Mietern des Wohnhochhauses in der Thudichumstraße reicht es. In etwa 150 Wohnungen sollen Sanierungsarbeiten betrieben werden und die beeinträchtigen den Alltag der Bewohner massiv. Teilweise könne man die Küche mehrere Wochen nicht nutzen und somit auch nicht für die Familie kochen.

Wohnungen nicht bezahlbar

Dabei ist das Kernproblem ein anderes: Es herrscht keine Kommunikation zwischen den Parteien. Ohne jegliche Informationen tappen die Bewohner im Dunkeln, fühlen sich im Stich gelassen. An einen normalen Alltag ist hier längst nicht mehr zu denken. Schon seit einem Jahr protestieren die Bewohnener gegen die Maßnahmen, eine Mieterhöhung von 2,50 Euro pro Quadratmeter würde dazu führen, dass sich viele die Wohnung nicht mehr leisten könnten.

Bestmöglicher Zustand soll erhalten bleiben

Eigentümerin ist die gemeinnützige Schader-Stiftung aus Darmstadt. Die Hausverwaltung, die VEGIS-Immobilien, begleitet das Projekt. Sie schreiben uns, dass auch sie an langfristigen Mietverhältnissen und an einem guten Verhältnis zur Mieterschaft interessiert seien. Außerdem wollen sie mit den Maßnahmen gewährleisten, dass das Haus im bestmöglichen Zustand bleibe. Die Mieter kämpfen dafür, in ihren Wohnungen bleiben zu können und das zu bezahlbaren Konditionen.

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