Sauerkraut - Von hessischen Feldern in die Dose

Am 29.11.2017 veröffentlicht | 1714 Aufrufe

Rippchen mit Sauerkraut: Das ist neben der grünen Soße auch ein absolut typisch hessisches Gericht und gerade jetzt im Winter schmeckt der Kohl besonders gut. Aber den meisten ist es zu aufwendig Sauerkraut selbst zu machen und greifen im Supermarkt lieber zur Dose. Unsere Reporterin Julia Möller hat nachgefragt, wie der Kohl überhaupt in die Dose kommt.

 Was macht Sauerkraut so besonders?

Sauerkraut ist extrem gesund, da es einen hohen Anteil von Vitamin C enthält. Daher ist es auch kein Wunder, dass die Seeleute aus dem 18. und 19. Jahrhundert sich mit Sauerkraut vor dem gefürchteten Skorbut schützten. Außerdem enthält es reichlich Ballaststoffe, die unserer Verdauung gut tun. Und jetzt kommt das Beste: Sauerkraut ist ein echter Schlankmacher. Lediglich 25 Kalorien und 0 Gramm Fett stecken in einer Portion Sauerkraut. (Eine kleine Flasche Cola hat bereits 43 Kalorien)

Hier ein Rezepttipp, wie man Sauerkraut selber machen kann:

Tontopf mit heißem Wasser ausbrühen und dann an der Luft trocknen. Wenn der Tontopf trocken ist, dann legen Sie ihn mit sauberen Weißkohl-Blättern aus. Dadurch bleibt das Sauerkraut von der Farbe her schön hell. Anschließend beginnen Sie nun mit dem eigentlichen Sauerkraut machen. Zuerst entfernen Sie die äußeren grünen Blätter schneiden den Kohlkopf in der Mitte durch und entfernen den dicken Strunk.  Nun geht es mit dem Krauthobel weiter. In einer großen Schüssel oder Badewanne aus Kunststoff sammeln Sie das geraspelte Kraut. Dieses durchmengen Sie im nächsten Schritt mit Salz, das ist wichtig um zu Beginn der Gärung unerwünschte Mikroben fernzuhalten. Ca. 15 Gramm Salz auf 1kg Kohl. Dieses Gemenge kräftig mit den Händen quetschen oder mit den Fäusten stampfen bis sich ordentlich Brühe bildet. Dann in den Tontopf, ca. ¾ voll, einfüllen. Festdrücken, bis ca. 2 cm Brühe über dem Kraut stehen. Nun werden einige Krautblätter als Abschluss aufgelegt. Danach werden auf das Sauerkraut die Abschlusssteine gelegt und eventuell noch mit einem faustgroßen Kieselstein beschwert. Dies ist nötig, damit das Sauerkraut immer in der Lake bleibt und nicht aufquellen kann. Der Tontopf hat einen zusätzlichen Rand, in dem der Deckel liegt. Dort wird Wasser eingefüllt. So können von außen keine Keime eindringen. Die Gase können darüber leicht entweichen 14 Tage bis 3 Wochen bleibt der Topf nun in einem etwas wärmeren Raum stehen, dann erst kommt er in den Keller. Nach weiteren ein bis zwei Wochen kann man ja mal probieren, ob es schon genügend gesäuert hat. TIPP: In die Tontopfrinne eine starke Salzlake füllen. Es können sich ansonsten in der Rinne Schleimbakterien bilden. Wenn der Topf in einen kühleren Raum gebracht wird, erfolgt beim Temperaturangleich zeitweise ein Sog nach innen. Somit könnten Schleimbakterien ins Kraut gelangen. Meinen ersten Ansatz dieses Jahr konnte ich vermutlich aus diesem Grund entsorgen.
Empfohlene Kanäle
Kommentare