Schock für Versicherte: So tricksen die Krankenkassen

Am 12.07.2018 veröffentlicht

Dass Kassen knausern wo sie nur können, das haben schon viele Versicherte erlebt. Richtig schockierend ist aber, dass sie offenbar systematisch vorgehen, um sich vor Kostenübernahmen zu drücken.

Wenn einem Versicherten beispielsweise eine Reha nicht bewilligt wird, kann er dagegen Widerspruch einlegen. Doch genau hier kommen die drei fiesesten Tricks ins Spiel, mit denen die Kassen Sie dann dazu bringen wollen, den Widerspruch zurückzunehmen.

  • Zeitverzögerung
    • Es werden immer wieder neue Unterlagen angefordert und Stellungnahmen versendet, bei denen man wieder ein Gegengutachten einholen muss. Durch den hohen Zeitaufwand, könnten so Versicherte den Widerspruch zurücknehmen.
  • Telefonterror
    • Sollte Sie das nicht mürbe machen, dann hilft vielleicht der Telefonterror. "Im Telefongespräch wird von den Mitarbeitern erfragt, ob der Widerspruch aufrecht erhalten bleiben soll, oder ob man ihn nicht doch schon zurücknehmen wolle, weil es gegebnfalls keine Aussicht auf Erfolg gibt". erklärt uns Bettina Klatt, Fachanwältin für Medizinrecht.
  • Keine Rechtsbehelfsbelehrung
    • Die Kassen gaukeln uns tatsächlich vor, dass wir rechtlich nicht gegen die Ablehnung von Kosten vorgehen könnten. Dabei können Sie, wenn die Krankenkasse Ihren Widerspruch ablehnt, beim Sozialgericht Klage gebührenfrei einreichen. Ein Anwalt ist sinnvoll, den müssen Sie im Fall einer Niederlage selbst zahlen.

 

 

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