Schüler protestieren: Kein Großcaterer für die IGS

Am 04.05.2018 veröffentlicht

Die Diskussion um das Schulessen wird immer lauter. Immer wieder gehen Schüler der IGS Nordend auf die Straße und protestieren für ihre Mensa. Doch jetzt macht Bildungsdezernentin Sylvia Weber wenig Hoffnung.

Vor den Osterferien wurde bekannt, dass der bisherige Caterer der IGS Nordend, Cantina Buen Barrio, bei der Ausschreibung der Essensversorgung abgelehnt wurde. Ab Sommer 2018 soll dann der Großanbieter Sodexo das Mensaessen zubereiten. Die Entscheidung zog eine Protestwelle mit sich. Die IGS will ihre Cantina nämlich behalten, die längst Teil der Schulgemeide geworden ist. Dafür sind nun rund 250 Schüler, Lehrer und Eltern auf die Straße gegangen und haben eine Unterschriftensammlung an die Bildungsdezernentin Sylvia Weber übergeben. Fast 300 Eltern hätten mittlerweile erklärt, dass sie ihr Kind nicht bei Sodexo anmelden würden. 

Haben kleine Unternehmen überhaupt eine Chance?

Die Bildungsdezernentin sieht kaum eine Chance für den bisherigen Anbieter der IGS Nordend. Es gäbe zwar Klagen gegen die Vergabe, aber sie könne keinen Fehler im Vergabeverfahren erkennen. Sodexo habe alle Anforderungen erfüllt, während Cantina in keinem Punkt restlos überzeugt habe. Weber gab zu, dass das Vergabesystem größere Unternehmen begünstige, da sie günstigere Angebote und mehr Kapazitäten hätten. Die Dezernentin sprach sich dafür aus, das System mit Hilfe des Frankfurter Ernährungsrats zu überarbeiten. Denn der zeigt sich solidarisch mit der Gesamtschule und fordert neue Ausschreibungskriterien für die Vergabe der Kita- und Schulverpflegung.

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