Schwalbensterben in Hessen: In Krofdorf-Gleiberg will man helfen

Am 14.06.2018 veröffentlicht

Die mutwillige Zerstörung der Nester sei einer der Gründe, weshalb die Gesamtzahl der Schwalben in Hessen tendenziell rückläufig sei.

Der Naturschutzbund Hessen ist deshalb in großer Sorge. Den Schwalben setzt auch die sinkende Zahl von Insekten zu. Durch den Einsatz von Insektiziden sei etwa der Bestand an Wildbienen rückläufig, so der Bund. Und die Singvögel finden keine Nahrung mehr. Aber der Hauptgrund des Rückganges liegt daran, dass ihre Nistplätze zerstört werden. Nach der Rückkehr aus ihren Winterquartieren vermissen die Vögel ihre Nistplätze. Schwalbennester werden vom Menschen abgeschlagen, weil sie an Hauswänden oder Garagen stören.

 

Ein Rückgang um etwa 80%

Laut NABU gehen die Experten bei den Mehlschwalben von derzeit 40 000 Brutpaaren in Hessen aus, dazu kommen 30 000 Rauchschwalben- und 2000 Uferschwalbenpärchen. Auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick hoch erscheinen, vor etwa 30 bis 40 Jahren gab es noch deutlich mehr Vögel.

 

Hilfe für Schwalben

Im Wettenberger Ortsteil Krofdorf-Gleiberg will man sich dem Problem stellen. Mitten im Ort steht ein Schwalbenhaus und zwei, drei Flügelschläge weiter finden die Kunstflieger auf den saftigen Wiesen ausreichend Nahrung. Wer Schwalben etwas Gutes tun möchte, der sollte eine auch Lehmpfützen anlegen, für den Nestbau, so rät die NABU. Schwalben sollte man dulden. Das Abschlagen der Nester sei zudem illegal. Es gelte im Winter als Ordnungswidrigkeit und im Sommer gar als Straftat, weil eine Brutstätte zerstört werde.

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