Seligenstädter Anwohnern reicht es: Bewohner fordern Straßensperrung für nervende LKW

Am 09.05.2019 veröffentlicht

Tonnenschwere Lastwagen quälen und quetschen sich regelmäßig durch die engen Gassen der Seligenstädter Altstadt. Und mit der gleichen Regelmäßigkeit werden dabei die historischen Fachwerkhäuser angefahren und zerstört. Den Anwohner und dem Verein lebenswerte Altstadt e.V. reicht es jetzt.

Täglich fahren mehrere Lastwagen durch die schmalen Gassen der Seligenstädter Altstadt. Und fast immer entstehen kleine Schäden an den alten Fachwerkhäusern. Anwohner Martin Krämer beult seine Hausschäden selbst aus. Für die vielen kaputten Stellen an seinem alten Fachwerkhaus kann er nicht dauernd Handwerker beauftragen.

Verursacher sind fast immer Lastwagen, die sich durch die engen Straßen schieben. So geht schon seit einigen Jahren. Durch die oft extrem schmalen Gassen ist die Fahrt für Lastwagen eine Herausforderung, Abbiegen an vielen Stellen fast unmöglich. Bürger und Mitglieder des Altstadvereins fordern die Sperrung der Altstadt für alle Fahrzeuge – ausgenommen Anwohner und Lieferverkehr.

Zukünftige Straßenpoller sollen Abhilfe schaffen

Beantragt ist erstmal ein Poller - mit 30.000 Euro auch kein Schnäppchen - aber mehr sollen die Jahre folgen. Reichen wird der eine Poller freilich nicht, denn die Altstadt kann von mehreren Seiten aus befahren werden. Aber ein Anfang wäre gemacht und Martin Krämer und die anderen Altstadtbewohner von Seligenstadt müssen sich vielleicht irgendwann nicht mehr ärgern. Unser Reporter Frank Caspers hat sich die Lage in Seligenstadt angeschaut.

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